Mit Kammeranrechnung
In Architektur und Planung sind Arbeitsweisen meist linear organisiert: konstant leistungsfähig, verfügbar, belastbar – unabhängig von Lebensphasen, körperlichen Voraussetzungen oder zusätzlichen Verantwortungen. Projekte laufen durch, Deadlines stehen fest, Präsenz gilt als Maßstab.
Viele Frauen erleben, dass sie sich dieser Logik anpassen müssen, auch wenn sie spüren, dass sie langfristig gegen sich und ihren Körper arbeiten. Energie, Konzentration und Belastbarkeit verlaufen jedoch nicht konstant – weder im Arbeitsalltag noch über ein ganzes Berufsleben hinweg. Zwischen Büro, Baustelle, Abstimmungen, Care-Arbeit und persönlichen Übergängen entsteht ein hoher Anspruch, der wenig Raum für unterschiedliche Rhythmen lässt.
„Zyklisch arbeiten“ eröffnet einen Zugang zu Arbeitsweisen, die diese Realität ernst nehmen. Der Workshop zeigt, wie zyklisches Denken als fachliche Kompetenz genutzt werden kann – nicht als individuelles Thema, sondern als Grundlage für nachhaltiges, belastbares Arbeiten in einer anspruchsvollen Branche.
Wir betrachten Arbeit nicht als gleichförmige Linie, sondern als Abfolge unterschiedlicher Phasen. Thematisiert werden körperliche, mentale und emotionale Rhythmen im Berufsalltag sowie größere Übergänge wie Schwangerschaft, Rückkehrphasen, Care-Verantwortung, Erschöpfung oder Menopause. Der Fokus liegt darauf, wie diese Phasen die Arbeitsfähigkeit beeinflussen – und warum sie in bestehenden Strukturen kaum berücksichtigt werden.
Du erhältst einen verständlichen Überblick darüber,
Zyklisches Arbeiten wird dabei als Voraussetzung für langfristige Stabilität und Lebensqualität vermittelt.
Der Workshop arbeitet mit alltagsnahen Impulsen, die sich leicht in den eigenen Arbeitsrhythmus integrieren lassen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Arbeit als Frau besser mit dem eigenen Energieverlauf, körperlichen Veränderungen und unterschiedlichen Lebensphasen zusammenspielen kann. Die Methoden sind bewusst so gestaltet, dass sie dir die Möglichkeit der Selbstwirksamkeit im Büro, im Projektalltag ermöglichen.
Im gemeinsamen Austausch nehmen wir typische Situationen aus Büro und Planung in den Blick:
Wo entsteht Druck im Arbeitsalltag?
Wo greifen unausgesprochene Erwartungen?
Und wie lässt sich zyklisches Arbeiten als fachlich begründeter Ansatz in bestehende Arbeitsweisen integrieren?
Der Workshop eröffnet einen Reflexionsraum, in dem individuelle Erfahrungen als Teil größerer struktureller Zusammenhänge betrachtet werden, die viele Frauen in der Branche betreffen. Ziel ist es, Orientierung zu schaffen und neue Perspektiven auf Arbeitsweisen zu eröffnen, die professionell, tragfähig und langfristig wirksam sind.
Für Frauen in Architektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur und angrenzenden Planungsdisziplinen – unabhängig von Position, Erfahrung oder Lebensphase. Auch offen für alle, die Arbeitsweisen nachhaltiger und realistischer gestalten möchten.
ZYKLISCH ARBEITEN ist ein Workshop von WOMEN & ARCHITECTURE der Plattform, Netzwerk für Frauen und Mütter in Architektur und Planung – entwickelt, um Frauen in Architektur und Planung zu stärken und ihnen einen Raum für Orientierung und Handlungssicherheit zu geben.
Dr. Isabel Zintl arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Architektur, Planung und sozialer Nachhaltigkeit – mit einem klaren Fokus auf die beruflichen Realitäten von Frauen. Sie begleitet seit Jahren mehrere tausend Frauen und gilt als eine der prägenden Stimmen zu Sichtbarkeit, Vereinbarkeit und strukturellen Bedingungen in der Branche.
Ihr Anliegen: Räume schaffen, in denen Frauen sich wiederfinden, verstanden fühlen und beruflich Wege gehen können, die tragen.
