Mit Kammeranrechnung
Frauen bewegen sich anders durch Städte. Sie nutzen Räume anders, erleben Sicherheit anders, organisieren Alltag und Care-Arbeit anders – und doch spiegeln sich diese Realitäten in vielen Planungsprozessen kaum wider. Planung diskutiert gerne über Energie, Mobilität und Flächen – aber selten darüber, wie sich Stadt für diejenigen gestaltet, die täglich die meisten Wege organisieren, Lasten tragen und Zeit zwischen Care und Beruf aufteilen.
„Planen für Frauen & Care öffnet einen Blick auf Stadt, Architektur und Freiräume, der selten explizit gemacht wird – aber essenziell ist, wenn Planung wirklich lebensnah, gerecht und zukunftsfähig sein soll.
Dieser Workshop zeigt, wie weibliche Alltagsrealitäten räumliche Strukturen prägen, welche Bedarfe daraus entstehen und wie sie professionell in die Planungspraxis integriert werden können. Er verbindet Forschung, Beispiele aus der Praxis und konkrete Werkzeuge, die sofort anwendbar sind.
Wir beleuchten, wie Mobilität, Sicherheitsempfinden, Care-Arbeit, zeitliche Rhythmen und körperliche Anforderungen die Nutzung von Stadt und Architektur prägen und warum diese Aspekte in der Fachwelt oft nicht vorkommen.
Du erhältst einen verständlichen Überblick darüber,
Praktisch anwendbare Arbeitsmethoden aus Forschung und Praxis, darunter:
Diese Tools ermöglichen es dir, Perspektiven einzubringen, die Planung fundierter, realistischer und sozial nachhaltiger machen.
Wir sprechen über Erfahrungen aus Büro, Planung und Wettbewerben:
Was wird gesehen – und was nicht?
Welche strukturellen Muster wiederholen sich?
Und wie können Frauen diese Erkenntnisse professionell einbringen, ohne zu „bitten“, sondern als Teil fachlicher Kompetenz?
Für Architekt:innen, Stadtplaner:innen, Landschaftsarchitekt:innen, Innenarchitekt:innen und alle, die Räume gestalten – unabhängig von Erfahrungsstand oder Position.
PLANEN FÜR FRAUEN & CARE ist ein Workshop von WOMEN & ARCHITECTURE der Plattform, Netzwerk für Frauen und Mütter in Architektur und Planung – entwickelt, um Frauen in Architektur und Planung zu stärken und ihnen einen Raum für Orientierung und Handlungssicherheit zu geben.
Dr. Isabel Zintl arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Architektur, Planung und sozialer Nachhaltigkeit – mit einem klaren Fokus auf die beruflichen Realitäten von Frauen. Sie begleitet seit Jahren mehrere tausend Frauen und gilt als eine der prägenden Stimmen zu Sichtbarkeit, Vereinbarkeit und strukturellen Bedingungen in der Branche.
Ihr Anliegen: Räume schaffen, in denen Frauen sich wiederfinden, verstanden fühlen und beruflich Wege gehen können, die tragen.

Henriette Lutz ist Architektin, Architekturtheoretikerin und Promenadologin. Sie beschäftigt sich mit Fragen rund um das Wohnen und den öffentlichen Raum. Ihr Fokus liegt auf Care, Diversität und räumlicher Gerechtigkeit. Sie forscht und lehrt zur Architektur aus sozialen und gesellschaftspolitischen Perspektiven und nutzt dabei partizipative und experimentelle Methoden. Als Co-Gründerin des Spaziergangskollektivs «Research Walkers» konzipiert sie Wahrnehmungsspaziergänge zur Diversität im begehbaren Raum. Sie engagiert sich im Vorstand von créatrices.ch – Frauen gestalten die Schweiz und im Fachverband Fussverkehr Schweiz. Zudem
ist sie Co-Herausgeberin des im Jovis Verlag erschienenen Buchs «Frauen leben im Neubühl – Vom Wohnen in einer Ikone».
